Danke -  an alle unsere Wählerinnen und Wähler!!

Ein spannender Wahlsonntag mit hoher Beteiligung der Heininger Bürgerinnen und Bürger liegt hinter uns. Die Frauenliste ist stolz auf ein sehr  gutes Ergebnis. Aus dem Kreis unserer  18 Kandidatinnen wurden fünf Frauen in den Heininger Gemeinderat gewählt. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bei unseren Wählerinnen und Wählern bedanken.  Wir verstehen die erhaltenen Stimmen  als Anerkennung  für unseren Beitrag in der vergangenen Wahlperiode und Ansporn für die vor uns liegenden Aufgaben. Mit Monika Richter kommt eine engagierte Heiningerin neu in den Gemeinderat. Bei  Frau Dr. Christel Großmann bedanken wir uns  für ihre verlässliche und kompetente Zusammenarbeit. Als Frauenlisten-Unterstützerin der ersten Stunde wird sie uns auch weiter begleiten. 

 

Im neuen Heininger Gemeinderat werden mit Frau Cornelia Herb (Freie Wählerliste) sechs Frauen vertreten sein. Ein Drittel des Rats ist damit weiblich besetzt.  

Heiningen ist mit diesem Wahlergebnis ein Leuchtturm im Landkreis!

 

Claudia A.  Schlürmann

Kirsten Lorenz, Doris Röhm

Ilona Habdank, Monika Richter

 

Listensprecherin Doris Röhm
Listensprecherin Doris Röhm

Frauenliste  - Warum ?

 

 

 

Daten@Fakten@Hintergründe

 

 

 

Die  Gemeinderatswahl 2014 hat ergeben, dass in fast der Hälfte der 1101 Gemeinderäte in Baden-Württemberg  im Höchstfall 3 Frauen einen Sitz erhielten.

 

 

 

Insgesamt 10 Gemeinderäte bestehen je zur Hälfte aus Frauen und Männern.

 

 

 

In 26 Gemeinden Baden-Württembergs sind gar keine Frauen im Gemeinderat vertreten.

 

 

 

Die Zahl der Mandatsträgerinnen  in Baden-Württemberg beträgt seit 2014 rund 23,9 %  (in Heiningen 27,7 %, 2009 noch 17%), obwohl mehr als 50 % der Bevölkerung Baden-Württembergs weiblich ist. ( Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg)

 

 

 

Das Verhältnis war in früheren Jahren noch schlechter. Deshalb wurde im Jahr 1993 die Frauenliste Heiningen ins Leben gerufen, die bei der Gemeinderatswahl 1994 erstmals mit einem Wahlvorschlag antrat. Das Ziel war und ist es bis heute, mehr Frauen in den Gemeinderat zu bringen, denn Demokratie braucht Frauen und Männer.  Durch eine reine Frauenliste kommen alle für diese Liste abgegebenen Stimmer auch tatsächlich Frauen zugute. Bei gemischten Listen sammeln die (meist) wenigen Frauen eifrig Stimmen mit, aber zum Zuge kommen oft die Männer. Diese Erfahrung  haben auch die Frauen gemacht, die bei anderen Listen vor Gründung der Frauenliste Heiningen kandidierten.

 

Die Aufstellung einer reinen Frauenliste ist also immer ein Instrument, um mehr Frauen in den Gemeinderat zu bringen.

 

Wie auch bei den anderen Wahlvorschlägen in Heiningen, die sich bei der Gemeinderatswahl dem Wählervotum stellen, sammeln alle Kandidatinnen der Frauenliste möglichst viele Stimmen, denn nach der erzielten Gesamtzahl der Wählerstimmen erfolgt die Sitzverteilung nach Höchstzahlen. Die von der einzelnen Liste erreichten Sitze werden mit den Kandidatinnen/Kandidaten besetzt, die die meisten Stimmen auf der jeweiligen Liste erreicht haben. Der zweite wichtige Vorteil einer reinen Frauenliste ist, dass auch nach Ausscheiden einer Frau auf jeden Fall wieder eine Frau in den Gemeinderat nachrückt. Dies ist bei gemischten Listen nicht selbstverständlich.

 

 

 

Im Gemeinderat Heiningen sitzen derzeit 5 Frauen und 13 Männer mit folgender Sitzverteilung nach Listen/ Parteien:

 

 

 

Frauenliste Heiningen               5 Sitze, 5 Frauen

 

CDU                                          4 Sitze, keine Frau

 

Freie Bürgerliste                       4 Sitze, keine Frau

 

Freie Wählerliste                       3 Sitze, keine Frau

 

SPD                                           2 Sitze, keine Frau          

 

 

 

Obwohl noch 13  Frauen von 60 weiteren Kandidaten (ohne die 18 Kandidatinnen der Frauenliste) antraten, wurde keine weitere Frau in den Gemeinderat gewählt.

 

 

 

Die letzte Änderung des Kommunal-Wahlrechts im April 2013 auf Vorschlag der neuen Landesregierung enthält leider keine verpflichtende Vorschrift, dass die Hälfte der Kandidaten auf den Wahlvorschlägen Frauen sein müssen. Es wurde lediglich eine Soll- Vorschrift, also mit reinem Appell-Charakter  beschlossen.

 

Deshalb  sehen wir  es nach wie vor als wichtig an, zur Erhöhung des Frauenanteils im Gemeinderat eine reine Frauenliste (also ausschließlich Kandidatinnen) aufzustellen.

 

Denn eine lebendige und zukunftsträchtige Demokratie in Europa, der Region Stuttgart, im Landkreis Göppingen und in den Gemeinderäten, auch in Heiningen ist auf die Fähigkeiten und das Wissen der Frauen angewiesen. Ohne Frauen fehlt der Politik die Hälfte!

 

 

 

Leider ist die Wahlbeteiligung bei den Gemeinderatswahlen 2014 erneut gesunken (49,1 % gegenüber 50,7 % 2009 -  Quelle : Statistisches Landesamt Baden-Württemberg).

 

Die Beteiligung an den Kommunalwahlen allgemein ist jedoch sehr wichtig, da die Wählerinnen und Wähler hierdurch die Möglichkeit haben, an ihrem Wohnort , in ihrem Landkreis , in ihrer Region die Politik vor Ort mit zu bestimmen. Hier werden die Bedingungen für  unser Alltagsleben festgelegt. Dies dürfen die Bürgerinnen und Bürger nicht vergessen!